20. Spieltag Iserlohn - Ingolstadt 4:1

Sonntag, 05.11.2017, 14:00 Uhr

 

Der 20. Spieltag stand ganz im Zeichen der Freundschaft zwischen der Szene Straubing und den Ultras Iserlohn. Geplant war, gemeinsam mit unseren Freunden aus der Gäubodenstadt zuerst unser  Heimspiel gegen die Schanzer und im Anschluss mit einem von uns organisierten Bus nach Krefeld zu fahren, um dort den EHC aus Straubing zu unterstützen. Das Heimspiel ging erfolgreich über die Bühne. Was aus dem Rest wurde? Lest selbst!

 

Zum Heimspiel. Der Support auf der Heimseite das gesamte Spiel über auf solidem und für uns zufriedenstellendem Niveau, dem Spielverlauf entsprechend mit einigen Spitzen, da man mehrmals die gesamte Stehplatzgerade und teilweise sogar die gesamte Halle mitreißen konnte. Die Klassiker unter den Gesängen wurden immer wieder sehr laut und man kann nur hoffen, dass sich dies weiterhin positiv entwickelt und sich hoffentlich mehr Leute am durchgehenden Support beteiligen werden. Alles andere beschränkte sich leider oft auf die Mitte und hatte somit weniger Durchschlagskraft. Materialeinsatz wie in den letzten Partien top! Schwenker, Schals und Doppelhalter sorgten für ein gutes und stimmiges Bild. Darauf kann man aufbauen!

Der Auftritt der, sich selbst oft in den Himmel lobenden, Gruppe Gioventù Ingolstadt, welche mit einer für ein Sonntagsspiel um 14 Uhr nicht überzeugenden, aber soliden Anzahl anreiste, im ersten und einzigen torlosen Drittel noch solide, ließ nach den Gegentreffern immer weiter nach, ehe man den Support im letzten Drittel einstellte. Auch beim Anschlusstreffer durch die Schanzer war keine Reaktion, kein Jubel zu hören. Top! Zu vernehmen war der Support der Gäste kaum und so waren wir vom Auftritt der Hipster-Ultras nicht wirklich beeindruckt. Interessant wird sein, wie die Gioventù ihren eigenen Auftritt in der nächsten Ausgabe der durchaus amüsanten Klolektüre „Gazzetta“ beschreiben werden. Was Stimmung angeht ist man laut eigener Aussage anscheinend das Nonplusultra der Liga, dies können wir weder für den Auftritt beim 5:0 Heimsieg gegen uns, noch für diesen Auftritt bestätigen. 

 

Vor dem Spiel gab es eine Gedenkminute für den viel zu früh verstorbenen Trainer von Phoenix Hagen, welcher ein wichtiger Teil des gesamten Sports in Iserlohn und Umgebung war. Ruhe in Frieden, Matthias Grothe! 

Das Spiel entschied unser IEC nach 60 Minuten mit einem 4:1 Sieg für sich. Nachdem das erste Drittel nach einem harten Kampf beider Mannschaften mit leichten Vorteilen für Ingolstadt torlos endete, drehten die Jungs in BlauWeiss auf und erzielten im zweiten Spielabschnitt die 1:0 Führung. Weitere Chancen wurden auf beiden Seiten nicht genutzt und so ging es mit einer knappen Führung in das letzte Drittel. Traumstart! Nach wenigen Minuten konnte Iserlohn die Führung ausbauen und im Anschluss, 12 Minuten vor Ende mit dem 3:0 den Sack zu machen. Daran änderte auch der Anschlusstreffer zum 3:1 nichts. Kurz vor Schluss konnte man das leere Tor nutzen und zum Endstand von 4:1 einnetzen. 4. Sieg in Serie! 

 

Ein Riesen Dankeschön an die Agrarökonomen aus der Gäubodenstadt - war uns wie immer eine Ehre!



 

Spiel zwei. Im Anschluss an das Heimspiel machten wir uns auf den Weg zum nächsten Treffpunkt, wo der Bus bereits auf uns wartete. Seit Verlassen der Halle waren wir bereits mit ordentlich Polizeibegleitung unterwegs. Schnell mit Straubing und Busfahrer einen gemeinsamen Treffpunkt vor Krefeld festgelegt bevor es losgehen konnte. In Kolonne mit den zwei Straubinger Autos und unseren Zivilbullen ging es Richtung Krefeld. Am Treffpunkt schnell die Straubinger eingesammelt und weiter. Bereits kurz danach wurden wir von einem Mannschaftswagen der Polizei abgefangen und nett aufgefordert Ihnen bitte zu folgen. Knappe 10 Minuten vor Ankunft wurden wir dann auf einen Parkplatz gelotst, wo ca. 60 voll ausgerüstete Beamte inklusive Knastwagen und ausreichend Hunden auf unsere Ankunft warteten. 

 

Warum das ganze? Laut Polizei, eine angeblich geplante Auseinandersetzung mit ebenfalls gewaltbereiten Krefeldern. Natürlich Schwachsinn. 

 

Alle Iserlohner, welche sich im Bus befanden, wurden mit einem 24 stündigen Stadtverbot für das gesamte Krefelder Stadtgebiet belegt und mussten sich unfreiwillig auf den Rückweg ins Sauerland machen. 

Begleitet von unverhältnismäßig vielen Bullen ging es dann zurück zu den Autos unserer Freunde. Ein Mannschaftswagen und zwei Streifen um jede Kreuzung auf dem Weg zu sperren vor dem Bus und sieben Mannschaftswagen dahinter. Dort angekommen verabschiedete man sich von der Straubinger Gruppe und machte sich weiter auf den Weg. Mit einem kleineren Aufgebot an Bullen rollte der Bus dann zurück nach Iserlohn. 

 

Es bleiben viele Fragen offen: 

- Womit wird dieser Polizeieinsatz gerechtfertigt?

- Woher die falschen Infos über eine angeblich ausgemachte Auseinandersetzung mit Krefeldern?

- Wie kann man Steuergelder besser verschwenden?

Mehr dazu wird gegebenenfalls auf bekannten Kanälen folgen.

 

Das Spiel ging klar an Krefeld, der KEV schlug den EHC Straubing mit 4:0. 

 

Gegen Polizeiwillkür!

Unsere Freundschaft kann niemand brechen - SR und IS!


Bilder gibt es hier!