40. Spieltag Berlin - Iserlohn 3:1

Sonntag, 07.01.2018, 14:00

Der 40. Spieltag begann mit vielen Problemen. Im Vorfeld hatte man versäumt sich mit Karten für das nahezu ausverkaufte Spiel einzudecken. Nur zwei Mann konnten sich am Vorabend Premium Seats für jeweils 65€ sichern. Also wurde die Abfahrt am Sonntagmorgen um eine Stunde vorverlegt, um möglichst früh vor Ort zu sein und noch irgendwie Karten zu ergattern. Leider ist diese Information nicht zu jedem Mitfahrer durchgedrungen und so hieß es warten.
Am Morgen selbst kam dann die Hiobsbotschaft, dass ein eingeplantes Auto defekt ist. Glücklicherweise wurde schnell Ersatz gefunden.

Schließlich konnte man sich mit einem 9er und einem Auto in Bewegung setzen.
Auf dem Hinweg holten die meisten den versäumten Schlaf nach und man kam eine gute Stunde vor Einlass in Berlin an. Eigentlich hatte man sich bereits damit abgefunden vor der Halle um Tickets feilschen zu müssen, aber nach einem kurzen Plausch mit dem Mitarbeiter im Ticketcenter hatten alle Mitfahrer doch eine Karte zu einem erschwinglichen Preis ergattert. Leider waren diese Karten über die komplette Arena verteilt, was sich allerdings als problemlos herausstellte.

Also hieß es wieder mal warten, bis die Arena endlich ihre Türen öffnet.
Leider durften die beiden Premium Seat Inhaber nicht durch den Eingang des normalen Pöbels, sondern mussten durch den Premium Eingang. Die Frage, ob man aus der angeschlossenen Lounge irgendwie in den normalen Umlauf der Arena kommt wurde seitens der Servicekraft verneint und man musste sich anscheinend damit abfinden eingesperrt zu sein. Vom Platz in der ersten Reihe bot sich eine Sicht, für die selbst 15€ zu viel verlangt gewesen wären. Die Berliner Spielerbank blockierte 50% der Eisfläche. Auch war das Premium Publikum auf den Premium Seats gar nicht mal so Premium. Als man beim 1:1 Ausgleich kurz die Faust ballte und sich freute, konnte man direkt ein „Halt die Fresse da unten, Du Arschloch!“ vernehmen. Natürlich ist diese Art an Emotionen zu begrüßen, nur war es in dem Moment, sitzend zwischen Frauen in Kleidchen und Schlipsträgern, eine absurde Situation. Nach dem ersten Drittel suchte man noch einmal das Gespräch mit einer Servicekraft, die einem dann doch den Weg zum Pöbel ermöglichte und man konnte das restliche Spiel mit den anderen Jungs, die es alle in den Gästeblock geschafft haben, verfolgen.

Die Berliner zeigten vor dem Spiel eine Kurvenshow mit großen blau-weiß-roten Schwenkern. Nett anzusehen war es allemal, auch wenn die Idee nicht die kreativste aller Zeiten ist. Die Unterstützung im Spiel selbst war dann aber sehr dürftig. Selbst auf den im Unterrang angesiedelten Premium Seats kam die Stimmung nicht gut rüber. Das mit Abstand lauteste, was die Berliner zu Stande bekamen war ein kräftiges „Scheiss Iserlohn“. Da half auch die mehrfache Aufforderung an die gesamte Arena aufzustehen nichts.

Leider war der Gästeblock, wenn man ihn überhaupt so nennen konnte, eher ein Mischblock, in dem größtenteils Berliner saßen. So positionierte man sich in der obersten Reihe und hing die Zaunfahnen an die Wand direkt dahinter. Das Spiel wurde stillschweigend verfolgt, lediglich im letzten Drittel kamen einzelne Gesänge der restlichen 50 Iserlohner auf, die wild verteilt im und um den Gästeblock saßen.

Das erste Drittel startete direkt mit einer Großchance für den IEC, die man leider nicht verwandeln konnte. Berlin wirkte insgesamt etwas bissiger, auch wenn Iserlohn ein richtig gutes Spiel machte. In der neunten Minute erzielten die Berliner die 1:0 Führung. Im weiteren Verlauf nutzen beide Teams ihre Überzahlsituationen und es ging mit einem 2:1 in die Kabine.
Im zweiten Drittel machte Iserlohn deutlich mehr Druck und stellte die Berliner Abwehr vor einige Probleme. Lediglich ihrem Torwart war es zu verdanken, dass es nach 40 Minuten weiterhin 2:1 stand.
Auch im letzten Durchgang war Iserlohn zunächst die Ton angebende Mannschaft. Berlin wurde aber mit der Zeit stärker, nahm schließlich das Ruder wieder in die Hand und macht den Sack in der letzten Minute per Emptynet zu.

Nach der Verabschiedung der Mannschaft ging es zu den Autos und zurück ins Sauerland. Die Rückfahrt verlief, bis auf einen Stau, relativ problemlos und man war gegen 23:00 Uhr wieder daheim.


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