50. Spieltag Iserlohn - Köln 3:1

Mittwoch, 28.02.2018, 19:30​

 

Im ersten Spiel nach der Olympiapause ging es mit Köln nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus fantechnischer Sicht gegen einen durchaus interessanten Gegner.
Vor dem Spiel gab es einen sehr straffen Zeitplan. So wurde sowohl Alexander Bonsaksen für seine Olympia Teilnahme mit Norwegen, als auch die deutschen Nationalspieler der Kölner geehrt. Eine ganz besondere Ehrung gab es für die ECD Torwart-Legende Cestmir Fous. Seine Nummer 25 wurde unter das Hallendach gezogen und wird von nun an nicht mehr vergeben. Während seiner Rede hatte wohl der ein oder andere Besucher in der Halle Gänsehaut. Um in für seine Verdienste rund um das Iserlohner Eishockey zu danken hatten wir das kurze, aber prägnante Spruchband „Danke Cestmir! #25“ vorbereitet.

Nach den diversen Ehrungen seitens des Vereins war es auch für uns an der Zeit einigen Jungs eine ganz besondere Ehre zu erweisen. Unsere Stadionverbotler dürfen endlich wieder die Spiele unseres Vereins besuchen und dies galt es zu feiern. Als kleine Überraschung hatten wir ein acht Meter langes Transparent mit der Aufschrift „Aus den Kneipen - Zurück in die Halle“ mit dem Sektion Stadionverbot-Logo in der Mitte vorbereitet, welches vor dem Block ausgebreitet wurde. Abgerundet wurde das Ganze von weißem Scheibenkonfetti und blauen Luftschlangen-Shootern. Die Jungs haben sich riesig über diese Geste gefreut und waren teilweise den Tränen nahe. Willkommen zurück!

Aber bei all der Euphorie  haben wir nicht vergessen, dass es bei unseren Straubinger Freunden immer noch Ausgesperrte gibt. Um Ihnen Mut und Durchhaltevermögen zu schicken zeigten wir vor dem zweiten Drittel das Spruchband „Auch Ihr kemmds boid zruck - Durchhoidn Sek SV SR!“

Köln ist mit ca. 300 Mann angereist, wovon etwa 30 der aktiven Szene zuzurechnen waren. Mit im Gepäck hatten sie, bis auf die Allesfahrer-Zaunfahne, leider nur einen Doppelhalter und ihren nervtötenden Taktgeber. Insgesamt lieferten sie aber einen recht soliden Auftritt ab, auch wenn der optische Support quasi nicht vorhanden war und sie im Laufe des Spiels, natürlich auch durch den Spielstand bedingt, immer ruhiger wurden.
Auf der Heimseite versuchte man dem Spiel eine würdige Atomsphäre zu verleihen. Zwar konnte man immer wieder die ausverkaufte Halle mit ins Boot holen, aber dafür gab es auch einige Trockenphasen, in denen wir alleine gesungen haben. Nichts desto trotz war es für einen Mittwoch eine zufriedenstellende Leistung von den Rängen. Optisch machte der Block einiges her.

 

Auf dem Eis sah man ein sehr kampfbetontes Spiel auf mittelmäßigem Niveau.
Offenbar waren sich beides Mannschaften der Wichtigkeit des Duells bewusst und spielten sehr konzentriert, um dem Gegner keine Gelegenheiten zu bieten. Dennoch schafften es beide Teams ein Tor zu erzielen und es ging mit einem 1:1 in die erste Pause.
Im zweiten Drittel wählten offenbar beide Trainer die Taktik der Zerstörung, sodass es ein sehr zerfahrendes Spiel wurde und keines der beiden Teams ihre Angriffe wirklich zu Ende fahren konnte. Jason Jaspers schaffte es kurz vor der zweiten Pause trotzdem zum Abschluss zu kommen und schoss die Iserlohner wieder zur verdienten 2:1 Führung.
Im finalen Durchgang warfen die Gäste nochmal alles nach vorne, ließen dadurch hinten aber auch größere Lücken, sodass die Sauerländer schnell auf 3:1 erhöhen konnten. Daraufhin beschränkte man sich auf die Ergebnisverwaltung und ließ Köln anstürmen, die es, auch auf Grund ihrer katastrophalen Chancenverwertung, nicht schafften den Anschlusstreffer zu erzielen.

Somit blieben die wichtigen drei Punkte am Seilersee und es war rechnerisch nicht mehr möglich aus den Playoff-Rängen zu rutschen. Nach einer ausgelassenen Siegesfeier ging es für die meisten auf direkten Weg nach Hause. Eine Hand voll zog es aber noch in die Iserlohner Innenstadt.

PLAYOFFS NUR MIT ISERLOHN!

Bilder gibt es hier!