52. Spieltag München - Iserlohn 3:4 n.V.

Sonntag, 04.03.2018, 14:00

Eigentlich sollte zum letzten Hauptrundenspiel ein Bus rollen, welcher allerdings auf Grund der potentiellen finanziellen Belastung durch die anstehenden Playoffs abgesagt wurde.
Also machte man sich früh morgens mit vier Autos auf den Weg in die bayrische Hauptstadt.
Kurz nach Einlass betrat man den Gästeblock, welcher spärlich mit Flatterband verkleinert wurde, um dort weitere Kunden der Heimmannschaft zu platzieren. Glücklicherweise füllten diese nicht ansatzweise die vorhergesehene Fläche aus, sodass wir im unteren Bereich unser Ding ungestört durchziehen konnten.

Vor dem Spiel ehrte München ihre Olympiaspieler, die bis zu diesem Spiel geschont wurden. Daraus wurde nicht nur eine völlig unnötige Show, inklusive der Inszenierung der deutschen Nationalhymne durch ein Blasorchester, sondern es verzögerte sich auch das erste Bully um ganze zwölf Minuten. Auch wenn es in diesem speziellen Fall für die beiden Kontrahenten keinen Unterschied gemacht hat, gibt es gewisse Gründe, warum alle Spiele an den letzten beiden Spieltagen gleichzeitig anzufangen haben.

Während der Ehrung zeigten die Münchener „Fans“ auf der gegenüber liegenden Seite eine Choreografie, die die Olympiateilnehmer wohl eher kränkte als sie mit Stolz zu erfüllen.
Es wurde eine kleinere, weiße Blockfahne mit den olympischen Ringen hochgezogen, die man in dieser Version auch gut als olympische Ovale hätte bezeichnen können. Dazu wurden mehrere Doppelhalter mit den Rückennummern der betreffenden Spieler hochgehalten, die ebenfalls nach Marke „frei Hand“ aussahen. An sich war es ja eine ganz nette, wenn auch plumpe Idee, aber in dieser Art der Umsetzung wohl eher eine misslungene Aktion. Aber was will man von einer Truppe erwarten, die schon des Öfteren durch Rechtschreibfehler in ihren Choreos aufgefallen ist?

Während des Spiels konnte München mal wieder nicht wirklich durch Lautstärke, Kreativität oder optischen Mitteln beeindrucken.
Im Gästeblock versammelten schätzungsweise 170 Schlachtenbummler, die die Mannschaft lautstark unterstützen. Selbst in 50-facher Unterzahl war der Gästeblock über weite Strecken des Spiels das tonangebende Zentrum der Arena. Auch optisch war man besser aufgestellt als die Heimseite.

Im ersten Drittel beschnupperten sich die beiden Mannschaften zunächst ein wenig, ohne dabei ansatzweise gefährlich zu werden. Wenige Sekunden vor der Sirene schaffte München es dennoch, ein Tor zu schießen und es ging mit einem Stand von 1:0 in die Pause.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs schafften es beide Teams den Puck zu verwandeln. Erst konnten die Sauerländer ausgleichen, um 4 Minuten später wieder das 2:1 zu kassieren. Daraufhin  plätscherte das Spiel ein wenig vor sich hin und schon hieß es wieder ab in die Kabine.
Im letzten Drittel schafften es die Iserlohner das Heft in die Hand zu nehmen und in der 51. Minute in Führung gehen. München warf dann nochmal alles in die Offensive, aber die Sauerländer verteidigten clever und kamen immer wieder zu gefährlichen Kontern. Knapp 90 Sekunden vor Ende schaffte es München mit sechs Spielern auf dem Eis auszugleichen und es ging in die Overtime.
Dadurch, dass das Spiel mit Verzögerung begann und die anderen Spiele bereits entschieden waren wusste man, dass Iserlohns Gegner in den PrePlayoffs der REV Bremerhaven ist. Mit einem Sieg und den damit verbunden zwei Punkten hätte man das Heimrecht.
In der Overtime hatten beide Teams immer wieder gute Chancen auf das entscheidende Tor, aber nur Iserlohns Marko Friedrich wusste diese zu nutzen, entschied somit das Spiel und holte das mögliche Spiel drei in der Playoff-Serie an den Seilersee.

Nach der Verabschiedung und dem Bejubeln der Mannschaft ging es zu den Autos und zurück ins schöne Sauerland, wo sich noch ein paar der Mitfahrer die angebrochene Nacht vertrieben.


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