PPO 01. Iserlohn - Bremerhaven 2:5

Mittwoch, 07.03.2018, 19:30

 

Das erste Spiel der Serie gegen Bremerhaven warf bereits am vorangegangen Montag seinen Schatten voraus, als die ersten Gerüchte aufkamen, dass das Spiel nicht ausverkauft sein wird. Somit wäre es das erste Playoffspiel am Seilersee gewesen, welches nicht vor 4967 stattgefunden hätte. Leider bewahrheiteten sich die Gerüchte und es kam zur Playoff-Minuskulisse von 4483 Zuschauern. Gründe dafür gab es bestimmt viele. Ein ausschlaggebender Punkt war sicherlich die fast schon unverschämte Preiserhöhung von 5€ auf jede Karte, wie es zunächst kommuniziert wurde. Dabei war es egal, ob es sich um eine Stehplatzkarte für Schüler und ein Sitzplatz der teuersten Kategorie handelte. Zwar hat der Fanbeirat da noch erfolgreich interveniert, jedoch hatte man die Ersten zu diesem Zeitpunkt bereits vergrault.
Diese Pille musste man auch als Fan erst einmal schlucken. Anscheinend war nicht bei jedem die Euphorie auf die anstehende Serie so groß wie bei uns, die sich im Vorfeld die Nächte in einer Schützenhalle um die Ohren geschlagen haben, um die geplante Choreografie rechtzeitig fertig zu kriegen.

Auch wenn es offiziell „nur“ 4483 waren, so war das Gedränge auf der Stehplatztribüne genauso schlimm wie zu ausverkauften Derbys. Daher war man vor dem Spiel guter Dinge den Mythos „Hölle am Seilersee“ wieder aufleben zu lassen und läutete dieses Vorhaben mir einer riesigen Blockfahne ein. Auf einer 48 Meter langen und 8 Meter hohen Fahne aus Folie prangten die Buchstaben des glorreichen "Iserlohner EC".


Bremerhaven war mit mickrigen 100 Fans angereist. Von der aktiven Szene fehlte, leider und zum wiederholten Male, jede Spur. Glücklicherweise durften die REV-Fans ihre Trommel mit in die Halle nehmen, sonst hätten sie wohl, wie vorher angekündigt, eine Trompete als Taktgeber eingesetzt. Da war die Trommel ganz klar die weniger nervende Alternative. Leider war von Ihnen während des Spiels trotzdem nur das Gehämmer auf eben jenen Taktgeber zu vernehmen. Ab und an gab es noch ein paar Schlachtrufe, das war’s dann aber auch.

Auf Iserlohner Seite gab man dem Spiel zwar durch die Choreo vorab den würdigen Rahmen, aber an die Stimmung der vergangenen Serien kam man leider nicht ran. Für ein Heimspiel in der regulären Saison wäre es sicherlich ein sehr guter Auftritt gewesen, aber in den Playoffs liegen die Ansprüche nun mal deutlich höher und konnten leider nicht zu 100 Prozent erfüllt werden. Der zugegebener Maßen beschissene Spielverlauf kann und darf in den Playoffs keine Ausrede sein!

Auf dem Eis sah man zwei konzentrierte, offensiv agierende Mannschaften.
Das erste Drittel verlief ohne nennenswerte Vorkommnisse. Zwar kamen beiden Teams immer wieder zu ihren Chancen, aber die Torhüter waren immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wurden.
Auch im zweiten Drittel egalisierten sich die Mannschaften gegenseitig, bis sie sich kurz vor Schluss beide mit einem Tor belohnen konnten. Somit ging es mit einem Stand von 1:1 zum zweiten Mal in die Kabinen und man konnte auf ein spannendes letztes Drittel hoffen.
Leider konnte Bremerhaven in der ersten Hälfte des finalen Durchgangs den Sack schon zu machen, indem sie drei Tore innerhalb von fünf Minuten erzielten. Die Iserlohner Mannschaft spielte ein katastrophales drittes Drittel. Da half auch der 2:4 Anschlusstreffer kurz vor Ende nichts, zumal Bremerhaven die alte drei Tore Führung direkt durch einen Empty-Net Treffer wiederherstellte.
Somit ging Spiel 1 der Serie an Bremerhaven und Iserlohn hatte sich das Heimrecht erstmal verspielt.

Nach dem Spiel kam es, auch aus Frust über die bittere Niederlage, zu kleineren Meinungsverschiedenheiten mit der Polizei und dem Ordnungsdienst, die sich aber schnell wieder beruhigten.

  


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