PPO 02. Bremerhaven - Iserlohn 4:3 n.V.

Freitag, 09.03.2018, 19:30


Zum zweiten und eventuell entscheidenden Spiel der Serie reisten wir mit einem Bus und diversen Autobesatzungen an. Erfreulicherweise machten sich vier weitere Busse und eine Vielzahl weiterer Autos auf den Weg an die Küste, um den IEC zum benötigten Sieg zu schreien. Schätzungsweise fanden sich 600 Sauerländer vor Ort ein.

Die Heimseite zeigte vor dem Spiel eine Kurvenshow mit roten und weißen Schwenkern. Ob das abgegebene Bild der Vorstellung der Organisatoren entsprach, können wohl nur diese selbst bewerten. Es wirkte auf jeden Fall etwas trostlos. Trostlos ging der Auftritt der Heimkurve auch während des Spiels weiter. Zu keinem Zeitpunkt war es ihnen möglich den Gästeblock zu übertönen oder durch den Einsatz von optischen Mitteln die Blicke auf sich zu ziehen.

Bemerkenswert ist, dass sich die aktive Szene nicht an den „Scheiß Iserlohn“-Gesängen der anderen Fans beteiligte.

Der proppenvolle Gästeblock hingegen war sehr gut aufgelegt und dominierte über das gesamte Spiel die Kulisse in der EisArena Bremerhaven mit einer wahnsinnigen Mitmach-Quote. Wenn man den Kommentaren in den sozialen Medien Glauben schenken mag, dann war es wohl einer der besten Gästeauftritte, den die Norddeutschen in der DEL gesehen haben.

Die Iserlohner Mannschaft kam mit viel Elan aufs Eis und konnte bereits in der sechsten Minute mit 0:1 in Führung gehen. Danach entwickelte sich ein schnelles, ansehnliches Spiel zwischen den beiden Teams, wobei ein weiteres Tor ausblieb.
Das zweite Drittel verlief quasi wie das Erste. Der einzige Unterschied war, dass es dieses Mal die Bremerhavener waren, die ein schnelles Tor erzielen konnten. Im weiteren Verlauf drückte Iserlohn zu viel die Strafbank, um wirklich gefährlich zu werden.
Im dritten Durchgang fielen dafür mehr Tore. Um genau zu sein durfte jede der beiden Mannschaften zweimal jubeln, sodass es mit einem Stand von 3:3 nach 60 Minuten in die Overtime ging.
Auch in der Verlängerung schenkten sich die beiden Teams nichts, auch wenn man merkte, dass einige der Spieler stehend KO waren. Es war ein wildes auf und ab, dass sich leider die Hausherren zu Nutze machten und das Spiel und somit auch die Serie, für sich entschieden.

Die Serie wurde definitiv nicht in Bremerhaven, sondern beim ersten Spiel in Iserlohn verloren.

Nach dem Spiel verweilte man noch ein wenig in der Halle, da man den Schock erst einmal verdauen musste. Vor der Halle und am Bus ließ man sich von der lächerlichen hohen Polizeipräsenz nicht provozieren und brach dann kurz nach 23 Uhr auf in Richtung Sauerland.


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